Grundprinzip
Bei der Einblasdämmung wird ein geeigneter Dämmstoff in vorhandene Hohlräume eingebracht. Typisch ist die Kerndämmung im zweischaligen Mauerwerk. Auch bestimmte Decken oder Dachbodenbereiche können je nach Aufbau geeignet sein.
Das Verfahren ist im Bestand oft interessant, weil es mit vergleichsweise kleinen Öffnungen auskommt. Trotzdem ist es kein Standardprodukt ohne Prüfung.
Vorbereitung am Gebäude
Vor dem Angebot werden Aufbau, Hohlraumstärke, Feuchte, Fugen, Anschlüsse und Zugänglichkeit geprüft. Bei zweischaligen Wänden ist wichtig, ob die Hohlschicht durchgängig und frei genug ist.
Aus der Prüfung ergeben sich Bohrbild, Materialwahl und Ablauf. Eine seriöse Empfehlung entsteht erst nach dieser Einordnung.
Einbringen und Kontrolle
Der Dämmstoff wird über Einblasöffnungen kontrolliert eingebracht. Ziel ist eine zusammenhängende Füllung ohne Hohlstellen. Anschließend werden Öffnungen geschlossen und die Baustelle sauber übergeben.
Die konkrete Dauer hängt von Fläche, Zugänglichkeit und Gebäudesituation ab. Eine genaue Einschätzung erfolgt nach dem Aufmaß.
Grenzen des Verfahrens
Nicht jede Wand ist geeignet. Feuchte, offene Hohlräume, Bauschäden, stark verschmutzte Hohlschichten oder ungeklärte Anschlüsse können gegen eine Einblasdämmung sprechen.
Wenn Förderung relevant ist, muss der Förderweg vor Beauftragung geklärt werden. Dabei hilft die Abstimmung mit einem Energie-Effizienz-Experten.
Häufige Fragen
Muss die Fassade entfernt werden?
Bei klassischer Kerndämmung in geeigneter zweischaliger Wand in der Regel nicht. Meist reichen kleine Öffnungen.
Welche Dämmstoffe werden verwendet?
Das hängt vom Bauteil ab. Entscheidend sind Eignung, Feuchteverhalten, Brandschutz und zugelassene Anwendung.
Warum ist ein Aufmaß nötig?
Ohne Prüfung von Hohlraum, Feuchte und Anschlüssen lässt sich keine belastbare Empfehlung geben.